Eidgenössisches Musikfest 2026 in Biel-Bienne

Ein ganzes Jahrzehnt war ins Land gezogen, als Mitte Mai endlich das nächste Eidgenössische stattfand. Die Konkordia Balsthal hatte sich diesen Termin natürlich ganz fett in der Agenda markiert, stellt ein Eidgenössisches doch eines der wichtigsten musikalischen Ziele dar. Während die Konkordia für das letzte Musikfest 2025 noch nach Ulm bei unseren nördlichen Nachbarn pilgerte, war zum Eidgenössischen 2026 nach Biel-Bienne quasi nur ein Katzensprung nötig.

Kaum hatten die Musizierenden die prägenden Erlebnisse des Gemeinschaftskonzerts «Klangfusion» mit der Musikgesellschaft Melchnau verbucht, starteten sie im Januar bereits mit dem nächsten ambitionierten Vorhaben, der Vorbereitung auf das Eidgenössische. Wolfgang Nussbaumer als musikalischer Leiter fand einmal mehr einen flinken Weg, um die Konkordia innerhalb der begrenzten Vorbereitungszeit zielstrebig, seriös und dennoch humorvoll für den diesjährigen musikalischen Höhepunkt zu wappnen. Ein Probetag, eine Probe mit einem Experten sowie eine zusätzliche freiwillige Probe kurz vor dem Wettbewerb dürften ihren Beitrag zur soliden Vorbereitung geleistet haben. Am Auffahrtsfeiertag war es dann so weit. Nach einer letzten Marschmusikprobe machte sich die Konkordia mittels öffentlichem Verkehr auf den Weg an den Bielersee.

Angekommen in Biel zeigte sich die Welthauptstadt der Uhrenindustrie mit einem grossen EMF-Banner bereits von ihrer musikalischen Seite. Kurz nach dem Transfer zum Festgelände und dem Bezug des Instrumentendepots stand dann auch bereits die Vorprobe im Konzertlokal «Gymnasium Seeland» vorne am Seeufer an. In der Vorprobe bauten die Musizierenden ein letztes Mal Fokus auf und machten sich bereit für den grossen Auftritt. Im Konzertlokal hatten sich zuweilen bereits reichlich treues Publikum versammelt. Die Konkordia Balsthal wurde anmoderiert, die Jury gaben das Startsignal und so ging es los. Unter grösster Konzentration trugen die Musizierenden das Aufgabenstück «Endless Peace» von Pierre-Etienne Sagnol und das Selbstwahlstück «Waterfall» von Gauthier Dupertuis vor.

Nach dem Vortrag konnte die Konkordia etwas durchatmen. Während der Pause boten sich vielseitige Möglichkeiten, so besuchten einige die anderen Musikgesellschaften bei ihren Auftritten, andere saugten einfach die tolle Festatmosphäre auf. Wenige Stunden später galt es ein zweites Mal ernst, denn die Parademusik stand auf dem Programm. Die dynamische Wetterlage am Auffahrtswochenende machte jeden Blick zum Himmel spannend. Obwohl das Organisationskomitee die Durchführung kurz vor der angesetzten Marschzeit bestätigte, schien ein spontaner Regenschauer nie ganz ausgeschlossen. Dass dann, genau als sich die Konkordia Balsthal am Oberen Quai in der Bieler Innenstadt aufstellte, prompt die Sonne zum Vorschein kam, sollte Gutes verheissen. Entsprechend viel Publikum hatte sich der Strecke entlang versammelt. Und so marschierte die Konkordia bei optimalen Bedingungen mit dem «Basler Marsch» von Willy Haag durch Biel.

Als mit der Parademusik auch der zweite und letzte «scharfe» Einsatz der Musizierenden absolviert war, konnten sie sich danach mit gutem Gewissen endlich dem Musikfest widmen. Dazwischen standen mit dem wohlverdienten Nachtessen und dem erinnerungswürdigen Vereinsfoto noch zwei letzte Punkte auf der Agenda. Und schon wenig später war es Zeit für das grosse Tagesfinale, dem Festakt. Unzählige Musizierende aus allen Ecken der Schweiz versammelten sich bei kühlen und eher feuchten Bedingungen unter dem riesigen Pavillon der Hauptbühne. Die musikalische Umrahmung sorgte dabei für eine ausgelassene Stimmung. Für etwas Unmut sorgte allerdings der offizielle Teil. So wurden aufgrund der schieren Menge an Musikgesellschaften nur die jeweils Erstplatzierten aller Kategorien verkündet und keine Vereinsfahnen auf die Bühne eingeladen. Mit grosser Spannung wurden die Ergebnisse erwartet. Die Konkordia Balsthal konkurrierte in der 2. Stärkeklasse der Harmoniemusik im zugewiesenen Konzertlokal an jenem Wettbewerbstag mit 12 anderen Orchestern. Schliesslich stand fest: Die Konkordia Balsthal wurde in der Konzertmusik mit einer Punktzahl von 184.00 Tagessiegerin in der besagten Kategorie (und schlussendlich Platz 5 von 23). Ausserdem erreichte sie bei der Parademusik mit einer Punktzahl von 87.66 den sechsten Rang bei insgesamt 38 teilnehmenden Formationen in der Kategorie. Dieses Ergebnis führte die Musizierenden in Ekstase. Sie feierten ihren Erfolgs für den restlichen Abend und genossen die Geselligkeit. Kurz nach Mitternacht machten sie sich dann mit dem letzten fahrplanmässigen Zug auf den Heimweg (natürlich inklusive einer kleinen musikalischen Einlage für die restlichen Zugpassagiere).

Ihre Teilnahme am Eidgenössischen Musikfest 2026 in Biel-Bienne darf die Konkordia Balsthal somit ebenso als Erfolg verbuchen. Er ist das Resultat des fleissigen Einsatzes aller Beteiligten und wird für lange Zeit in guter Erinnerung bleiben.

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→ zur Gesamtrangliste EMF 2026 Biel-Bienne (PDF)

→ zur Aufzeichnung der Parademusik vom SRF (Video)